Montag, 17. Juli 2017

Ersten Wochen in Deutschland

Hallo,

ich bin nun seit fast 3 Wochen wieder zu Hause und ich habe mich gut wieder eingelebt. 

Am Anfang war alles ein bischen komisch und ungewohnt, vor allem wieder Deutsch zu sprechen. Doch das ist jetzt natürlich auch kein Problem mehr. Mir sind auf einmal die merkwürdigsten Dinge aufgefallen und erst fand ich es echt krass, wie unhöflich die Leute hier zum Beispiel im Supermarkt sind. In Amerika würden alle immer direkt sagen "Heeey sweetie, how are you?" und hier sind die Leute einfach so kalt und es werden kaum Komplimente oder so gegeben. Na gut, aber in Amerika ist es ja eh nur so oberflächlich und nicht wirklich ernst gemeint. Außerdem habe ich mich richtig gewundert, wie grün hier alles ist und wie klein die Straßen sind. Im Allgemeinen ist alles irgendwie kleiner: der Kühlschrank, die Packungen, die Einkaufsläden, die Schilder, die Häuser,...

Mein Kopf war noch so auf Amerika eingestellt und darauf, dass alles anders ist. Dadurch, dass sich mein ganzes Leben jetzt in Amerika verändert hatte, hatte ich irgendwie auch erwartet, dass es hier jetzt auch ganz anders sein würde als vorher. Nachdem mir auf einmal einige Sachen aufgefallen sind, habe ich mich natürlich schnell wieder an alles gewöhnt und jetzt ist wieder alles beim Alten, oder eher gesagt noch. Aber was soll sich auch schon groß verändern in einem Jahr? Hier hat sich so gut wie nichts und niemand verändert und dadurch kommt es mir fast so vor, als wäre ich nie weg gewesen, als ob Amerika nie passiert wäre. Ich vermisse nicht mal wirklich viel aus Amerika, das ist irgendwie komisch. Das liegt aber auch daran, dass ich hier jetzt wieder ein Leben habe und mir erstmal bewusst geworden ist, wie schön es hier eigentlich ist. Doch natürlich weiß ich, dass mein Auslandsjahr passiert ist, denn ich habe ja immer noch meine Freunde und Gastfamilie auf der anderen Seite der Welt. 

Vorher hieß es ja immer, man würde sich durch ein Auslandsjahr verändern, selbstbewusster werden, blabla. Einigen ist es sogar passiert, dass sie ihren kompletten Freundeskreis geändert haben und sie sich erst einmal wieder ein neues Leben aufbauen mussten. Aber wenn ich jetzt mal darüber nachdenke, ob ich mich verändert habe, finde ich es irgendwie nicht wirklich. Doch ich glaube, das kann ich jetzt noch nicht sagen und das wird mir auch erst später richtig bewusst. Also, irgendwie ist es ein bischen erschreckend, wie normal wieder alles ist nachdem ich doch so lange weg war und so viel erlebt hab.













Freitag, 30. Juni 2017

Leaving Home to go Home ✈

Hey Leute!

Heute melde ich mich zum ersten Mal aus Deutschland, ich bin wieder da!
Ich möchte euch hier noch etwas über meinen letzten Tag in Amerika, über den Flug und meine Ankunft erzählen.

Also, mein letzter Tag in Texas war wunderschön. Meine drei besten Freundinnen sind noch vorbei gekommen. Wir waren ein letztes Mal bei Chick-Fil-A (bestes Fast Food) und waren bei uns im Pool. Es kam uns eigentlich vor wie immer, und deswegen hatten wir viel Spaß. Doch dann mussten wir plötzlich schon Tschüss sagen und es wir waren auf einmal richtig traurig. Es war total komisch. Am Ende haben wir alle mega geweint und ich konnte sie einfach nicht gehen lassen. Nachdem wir noch letzte Fotos gemacht haben und uns zum 100. Mal umarmt hatten, mussten sie dann fahren und es war richtig schlimm. Meine Freundin hat noch "Ich liebe dich" (ja auf deutsch) gerufen, voll süß. Und dann ist das Auto ganz langsam vom Hof gerollt. Dann waren sie weg und ich weiß nicht, wann und ob ich sie je wieder sehe. Ich hätte echt nicht gedacht, dass der Abschied soo schwer wäre und habe mega geweint. Ich meinte so zu meinem Hostdad "Why do I have to leave?" und dann meinte er so "Because you have another life back home." Das hat mich dann erstmal wieder aufgemuntert. Doch dann plötzlich beim Abendessen, als meine Hostmom so angefangen hat darüber zu reden, wie es morgen am Flughafen ablaufen würde, kamen mir wieder richtig die Tränen und ich konnte überhaupt nichts runterbekommen.







Ich habe versucht, früh ins Bett zu gehen, aber ich konnte natürlich nicht wirklich schlafen. Am nächsten Tag, am 27. Juni, ging es dann um 5 Uhr morgens los zum Flughafen (mit meinen Gasteltern). Es war so ein mega komisches Gefühl, einfach unser Haus, mein zweites Zuhause, zu verlassen. Aber ich war irgendwie nicht mehr so wirklich traurig. Als wir uns dann verabschieden mussten, haben meine Gasteltern richtig geweint, aber ich musste nicht mehr wirklich heulen. 


Dann ging es zum ersten Flug, nach Washington DC. Dort bin ich dann direkt auf die anderen YFUies getroffen, mit denen ich zusammen nach Frankfurt geflogen bin. Die waren alle mega nett, wodurch das Warten auch schneller umging. Eigentlich hätten wir "nur" 6 Stunden warten müssen, doch wegen Verspätung waren es dann 8! Der Flug nach Deutschland dauerte 7 Stunden und war eigentlich ganz angenehm. Ich war überhaupt nicht mehr traurig und habe mich nur noch auf meine Familie und so gefreut. Na gut, dann habe ich mein Abschiedsbuch gelesen. Es war soo rührend und mir sind wohl manchmal die Tränen gekommen. Doch größtenteils hat es mich einfach zum Lächeln gebracht. Es war soo süß, was alle mir geschrieben hatten! In Frankfurt angekommen, habe ich mich mit einer anderen (zum Glück) direkt auf den Weg zum Gate gemacht. Es passte genau mit der Zeit. Nun waren wir in Deutschland und alle haben Deutsch gesprochen! Das war soo komisch und ungewohnt. Wir haben einfach immer noch Englisch gesprochen. Ich meinte so zu der Stewardess, als ich ins Flugzeug gegangen bin "Wow, it´s so small!" und die nur so "Morgen". Ups. Dann sind wir nur so 20 min. nach Düsseldorf geflogen. Nach ca. 30 Stunden Reise ohne Schlaf kamen wir dann endlich an. Nun hieß es, Koffer abholen (meine beiden sind ZUM GLÜCK angekommen, nicht so wie beim Hinflug) und in ein paar Minuten würden wir unsere Familie nach einem Jahr wieder sehen! Ich war meega aufgeregt.













Dann sind wir endlich gepannt rausgelaufen und ich habe direkt meinen Bruder gesehen. Ich bin auf ihn zugerannt und er hat sich auch mega gefreut. Er ist soo groß geworden! Erstmal habe ich so geguckt, ob er irgendwie hohe Schuhe oder so an hat, haha. Ich konnte es gar nicht glauben. Es ist immer noch richtig ungewohnt. Es war mega schön, meinen Bruder und meine Eltern wieder zu sehen. Wir mussten noch ca. 3 Stunden nach Hause fahren und dort angekommen war es natürlich erstmal mega am regnen. Aber das war nicht schlimm, denn vor unserer Haustür haben meine Freunde auf mich gewartet. Es war mega die Überraschung und ich habe mich soo gefreut. Es war richtig lieb, das Haus war schön geschmückt und auch in meinem Zimmer waren Luftballons und Willkommens-Girlanden. Ich habe mich direkt wieder wohl gefühlt. Eigentlich war alles wie immer. Doch mir sind auf einmal alle möglichen Sachen eingefallen, ich habe zum Beispiel gefragt, ob eine Tür schon immer so klein war, ob der Kühlschrank schon immer so klein war und mein Bett schon immer so niedrig! Außerdem war es natürlich auch sehr ungewohnt, Deutsch zu reden. Ich benutze immer noch andauernd aus Versehen irgendwelche englischen Begriffe oder mache den Satzbau so wie im Englischen. Es ist echt schwer haha.
















Also, ich bin gut angekommen und bin jetzt auch super glücklich, wieder hier bei meiner Familie und meinen Freunden zu sein. 

Ich mache wahrscheinlich bald noch mal irgendeinen Blogeintrag, also es lohnt sich wohl, jetzt nach meiner Rückkehr hier vorbeizuschauen.

Jetzt weiß ich gar nicht, wie ich es beenden soll, denn ich kann ja nicht mehr "Bis Bald" schreiben :-D.

Kim




PS: Meine Bucket List ist jetzt auch so gut wie möglich abgehakt.

Sonntag, 25. Juni 2017

2 days left...

Hey Leute,

ich kann es einfach noch nicht wahrhaben, aber in 2 Tagen verlasse ich Amerika. In 2 Tagen ist auf einmal alles zu Ende. Es kommt mir vor, als wäre es erst gestern, dass ich in den Flieger gestiegen bin. Ich war mega aufgeregt davor, wie es hier sein würde. Doch gleichzeitig kommt es mir auch so vor, als würde ich hier schon ewig leben, da einfach alles so normal ist. Ich dachte irgendwie nie, dass dieser Tag an dem ich zurückfliege, wirklich kommen würde. Ein Jahr kam mir doch immer soo lang vor...

Nun, wie geht es mir so kurz vor dem Ende meines Auslandsjahres?

Auf der einen Seite freu ich mich schon wieder auf Deutschland. Besonders auf meine Familie und meine besten Freunde, auf das Essen (Brot, Brötchen, Döner, Schokolade), auf meine Heimat und auf ein paar andere Dinge, die ich echt vermisst habe. Denn auch wenn auf meinem Blog und Social Media usw. alles immer so toll klingen mag, manchmal ist das ATS-sein auch ganz schön hart und anstrengend. Ich freue mich schon, einfach nur ich zu sein und mich mal nicht immer von der besten Seite zeigen zu müssen. Denn ich weiß, meine Eltern lieben mich wie ich bin, no matter what. Ich habe mich in meiner Gastfamilie zwar auch wohl gefühlt, aber es ist natürlich immer noch was anderes. In diesem Jahr habe ich vor allem gelernt, wie wichtig mir meine Familie ist und wie dankbar ich sein kann für das, was ich habe.

Auf der anderen Seite bin ich mega traurig. Bevor ich hier her gekommen bin, habe ich nie im Leben gedacht, dass ich einmal so gute Freunde hier finden würde und mir ein Ort wie Texas so schnell ans Herz wachsen würde. Ich kann doch jetzt nicht einfach alles verlassen!? Gestern hatte ich meine Abschiedsfeier und musste mich schon von den meisten Freunden verabschieden. Das war schon sehr schlimm. Morgen treffe ich mich zum Glück noch einmal mit meinen 3 besten Freundinnen und mir wird jetzt schon ganz schlecht wenn ich darüber nachdenke, dass ich mich dann von ihnen verabschieden muss. Wie soll das gehen? Als ich mich von meiner Familie und meinen Freunden in Deutschland verabschiedet habe, war es schon traurig, aber halb so schlimm, denn ich würde ja schon bald wiederkommen. Aber wie realistisch ist ein "Bis Bald" wenn ich es hier zu meinen Freunden und meiner Gastfamilie sage? Ich hoffe zwar, ich kann in ein paar Jahren wiederkommen und sie alle nochmal sehen, aber es wird nie wieder wie jetzt sein. Ich werde hier einfach so vieles vermissen. Vor allem das Englisch-sprechen. Na gut, ich schreibe zwar gerade auf Deutsch aber ich kann es irgendwie gar nicht mehr richtig sprechen. Ich finde Englisch einfach so viel schöner. Vor meinem ATJ hätte ich mir nie vorstellen können, einmal so im Englischen drin zu sein und jetzt habe ich Angst davor, es wieder zu verlieren. Ich habe auch ein bischen Angst davor, was jetzt kommt. Denn ich weiß, ich habe mich verändert und alle anderen Leute haben sich verändert und das wird einfach so komisch. Ich kann mir das jetzt überhaupt nicht vorstellen, wieder nach Deutschland zu kommen. Es wird so komisch für mich, selbst meine eigene Familie nach so einer langen Zeit wieder zu sehen. 

Ich kann es einfach nicht beschreiben, es ist alles so WEIRD.



Definitely the 2nd one. :(((

Bye,
Kim

Hier noch ein paar pics von meiner Farewell Party:





















Dienstag, 20. Juni 2017

WEST COAST TRIP ❤


Hey guys,

ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll. In den letzten 2 Wochen habe ich so viel erlebt, unglaubliche Städte und Orte gesehen und so viele tolle Leute kennengelernt - und das alles wurde mir durch Belo USA, einer Reiseorganisation für ATS ermöglicht. Es ist gar nicht möglich, das alles in Worte zu fassen, aber ich möchte meinen West Coast Trip natürlich auf meinem Blog festhalten, da es wirklich der beste Teil meines Auslandsjahres war. Ich möchte damit nicht angeben, sondern nur für mich eine Erinnerung schaffen und euch an meinen schönen Erlebnissen teilhaben lassen.

Unsere Reiseroute


1. Phoenix, AZ

Angekommen nach meinem Flug von Houston nach Phoenix habe ich erstmal einen Hitzeschock bekommen: 40°C. Im Hotel bin ich dann direkt auf die ganzen anderen ATS getroffen und habe schnell viele nette Leute kennengelernt. Wir waren ca. 80 ATS aus 20 verschiedenen Ländern und 4 Belo Betreuer. Vorher kannte ich nur 3 von den ATS. Am nächsten Tag haben wir schon direkt unsere 2 Busse geladen und haben eine Tour durch Phoenix gemacht. Danch haben wir uns dann auch schon auf den Weg zu unserem 2. Stopp gemacht. Die Fahrten zwischen den einzelnen Städten waren alle ca. 5 Stunden.

Captiol

Flagge von Arizona


Lush Desert

Sedona

"Hole in the Rock"
 
Red Rocks


2. Grand Canyon, AZ

Grand Canyon war einfach unglaublich! Ich konnte nicht aufhören, zu staunen. Wir sind den Canyon runter gewandert und mussten dann natürlich wieder zurück nach oben. Das war seehr anstrengend in dem heißen Wetter und wir haben es alle ganz schön unterschätzt. Aber es hat sich definitv gelohnt! Danach sind wir noch Shuttlebusse zu verschiedenen Aussichtspunkten gefahren und haben das Weltwunder genossen. Ach ja, auf der Fahrt haben wir dann noch auf der historischen Route 66 gestoppt. Pretty cool!

Grand Canyon

ja... von den 80 ATS waren wir ca. 20 Deutsche





Route 66
 
I agree!



3. Las Vegas, NV

VEGAS BABEEE... Las Vegas hat mega Spaß gemacht, es war zusammen mit San Francisco mein Favorite. Das coolste war, dass wir mit einer Limo, sorry mit 6 Limos, durch die Stadt gedüst sind. Und wie die Leute geguckt haben... :-D Außerdem waren wir auf dem Stratosphere Tower, der Turm mit den krassesten Fahrgeschäften der Welt.

 
Welcome to fabulous Las Vegas!


Las Vegas Strip

Aussicht vom Stratosphere Tower


"X-Scream" auf dem Stratosphere Tower


Limo für die Promis




4. Los Angeles, CA

In LA haben wir sehr viele coole Dinge gemacht. Wir waren in den Universal Studios, wo die ganzen Filmsets waren, unter anderem Harry Potter World! Außerdem waren wir in Disneyland, wo ich persönlich die Feuerwerke am besten fand. Wir haben mit alle mann im Hard Rock Café gegessen... ja die Kellner waren immer ganz schön überwältigt wenn wir kamen. Zudem haben wir Madame Tussauds besucht, sind über den Walk of Fame gelaufen und haben das Hollywood sign gesehen. This is all so crazy, everybody seems so famous...


Universal Studios
Butterbier in Harry Potter World

Ab nach Hogwarts!


Disneyland

Disneyland Fireworks

Walk of Fame






5. Yosemite National Park, CA

Neben den ganzen Großstädten, in denen wir waren, haben wir auch total schöne Natur gesehen, so wie hier in Yosemite, einer der schönsten National Parks der Welt. Wir sind wandern gegangen und sind mit Fahrrädern rumgefahren. Das zweite Mal, dass ich dieses Jahr Fahrrad gefahren bin! Und sonst haben wir einfach die Natur genossen...






6. San Francisco, CA

I LOVE SAN FRANCISCO!!! Die Stadt ist einfach amazing! Als erstes haben wir uns das ausbruchssicherste Gefängnis der Welt, Alcatraz, angeschaut. Alter krass! Das war sehr interessant. Zudem waren wir auf dem berühmten Pier 39 und haben dort Sealions gesehen und haben Clam Chowder in einer Bread Bowl auf der Fisherman´s Wharf gegessen, so wie richtige San Franciscans. Außerdem haben wir eine tolle Tour durch die Stadt gemacht, waren shopppeeen und sind zum Land´s End gefahren. Das ist wortwörtlich das Ende der Welt :-D, der Ort, wo man am weitesten im Westen der USA ist, wie es geht. Zu guter Letzt sind wir dann noch über die Golden Gate Bridge gelaufen. Das war einfach ein unbeschreibliches Gefühl. So freeee and awesome!

Downtown San Francisco


Alcatraz Island


View from the Two Peaks


Land´s End

Golden Gate Bridge







Am letzten Abend haben wir natürlich noch eine Abschiedsparty gemacht. Unsere Leiterin hat dann noch eine emotionale Rede gehalten und das Tschüss sagen war echt nicht einfach. Aber wie Tici gesagt hat: "Weine nicht weil´s vorbei ist, sondern lächel weil es passiert ist." Die zwei Wochen waren einfach unbeschreiblich toll, besonders die Leute. Ich habe so viel gelernt. Nicht nur mehr über die USA und andere Städte, sondern auch über mich selbst. Die Reise war unglaublich und ich könnte mir keinen besseren Abschluss für mein ATJ vostellen. Jetzt bin ich bereit, wieder zurück nach Deutschland zu kommen und all meine schönen Erinnerungen mitzunehmen.




Eine Woche noch...

Eure Kim